Nutzungsrichtlinie
Was über Qint verkauft und getan werden darf — und was nicht. Diese Richtlinie ist Teil der Merchant-Vereinbarung mit der SwizzX GmbH und gilt für alle Merchants, Teammitglieder und Entwickler, die den Dienst nutzen.
Zuletzt aktualisiert:
1. Geltungsbereich
Diese Richtlinie ergänzt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie gilt für das Merchant-Dashboard, den gehosteten Checkout, Zahlungslinks, Rechnungen, die API, Plugins und Webhooks. Wo von «Sie» die Rede ist, sind der Merchant und alle in seinem Auftrag handelnden Personen gemeint.
Qint ist ein Zahlungsgateway für Unternehmen. Kryptozahlungen werden von unserer Execution Partnerin 24crypto umgewandelt und ausbezahlt, einer Schweizer Finanzintermediärin, die dem Geldwäschereigesetz untersteht. Ihre Compliance-Regeln bestimmen daher mit, was verarbeitet werden kann: Ein Merchant, der für Qint akzeptabel ist, muss es auch für die Execution Partnerin sein.
2. Verbotene Geschäfte
Sie dürfen Qint nicht nutzen, um Zahlungen anzunehmen für oder im Zusammenhang mit:
- Sanktionierten Personen und Ländern. Personen, die auf einer Sanktionsliste der Schweiz (SECO), der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, des Vereinigten Königreichs oder der USA stehen oder von solchen Personen kontrolliert werden, sowie Ländern oder Gebieten unter umfassenden Sanktionen.
- Anonymisierungsdiensten. Mixer, Tumbler und andere Dienste, deren Zweck es ist, Herkunft oder Ziel von Geldern zu verschleiern.
- Darknet-Marktplätzen und dort angebotenen Waren oder Dienstleistungen.
- Illegalen Waren. Illegale Drogen und kontrollierte Substanzen, gefälschte oder gestohlene Waren, gestohlene Daten und Zugangsdaten sowie alles, dessen Verkauf an Ihrem Standort oder dem Ihrer Kundschaft verboten ist.
- Waffen. Schusswaffen, Munition, Sprengstoffe und deren Teile sowie gesetzlich eingeschränkte Waffen.
- Darstellungen sexuellen Kindsmissbrauchs und jeglichen sexuellen Inhalten mit Minderjährigen, nicht einvernehmlichen sexuellen Inhalten sowie allem, was mit Menschenhandel oder Ausbeutung zusammenhängt.
- Betrug und Täuschung. Ponzi- und Pyramidensysteme, Anlageangebote mit «garantierter Rendite», Vorschussbetrug, Phishing, Fake-Shops und jedes Geschäft, das seine Kundschaft irreführt.
- Unbewilligten Finanzdienstleistungen. Entgegennahme von Einlagen, Kreditvergabe, Effekten, Derivate, Token-Verkäufe oder ICOs, Wechsel- oder Brokerdienste, Geldüberweisungen, Glücksspiel, Wetten und Lotterien, sofern Sie nicht die an Ihrem Standort erforderliche Bewilligung besitzen und uns offengelegt haben.
- Geldübermittlung für Dritte. Zahlungen im Auftrag anderer entgegennehmen, Gelder über Ihr Konto durchleiten, als eingebetteter Zahlungsanbieter auftreten oder Personen, die nicht Ihre Kundschaft sind, die «Auszahlung» von Kryptowerten anbieten.
- Terrorismusfinanzierung sowie der Förderung von Gewalt oder Extremismus.
- Schadsoftware und Angriffswerkzeugen, einschliesslich Diensten für Credential Stuffing, Botnetze oder Denial-of-Service-Angriffe.
- Rechtsverletzenden Waren und Inhalten, die Urheber-, Marken- oder andere Immaterialgüterrechte verletzen.
- Allem, was die Execution Partnerin ausschliesst. Tätigkeiten, die die Compliance-Regeln von 24crypto nicht zulassen oder die eine vorgängige Freigabe erfordern, die Sie nicht eingeholt haben.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Geschäft passt, fragen Sie uns, bevor Sie live gehen. Wir beantworten lieber eine Frage, als ein Konto zu schliessen.
3. Unzulässiges Verhalten
- Falsche oder unvollständige Angaben zu Ihrem Unternehmen, dessen Eigentümern oder Tätigkeiten machen oder Ihr Merchant-Profil nicht aktuell halten.
- Einen Verwendungszweck, Firmennamen oder ein Checkout-Branding verwenden, das nicht zu Ihnen passt.
- Nach einer Sperrung oder Schliessung ein weiteres Konto eröffnen.
- Ein Geschäft auf mehrere Konten verteilen oder Zahlungen für ein anderes als das verifizierte Unternehmen abwickeln.
- Eine Zahlung annehmen, von der Sie wissen, dass sie aus einer Straftat stammt, oder jemandem helfen, eine Sanktions- oder Geldwäschereiprüfung zu umgehen.
- In die Daten anderer Merchants eingreifen oder versuchen, auf Daten zuzugreifen, die nicht Ihrem Merchant gehören.
4. Technische Regeln
- API-Schlüssel. Schlüssel werden einmal angezeigt und gehören zu Ihrem Merchant. Geben Sie sie nicht weiter, betten Sie sie nicht in Client-Code ein und veröffentlichen Sie sie nicht. Verwenden Sie pro Integration einen eigenen Schlüssel und widerrufen Sie Schlüssel, die Sie nicht mehr nutzen oder auf die ein ausgeschiedenes Teammitglied Zugriff hatte.
- Ratenbegrenzung. Die API erlaubt 120 Anfragen pro Minute und Schlüssel, der Checkout 120 Anfragen pro Minute und IP-Adresse; Anmeldeendpunkte erlauben 10 pro Minute. Reduzieren Sie das Tempo, wenn Sie HTTP 429 erhalten. Fragen Sie nicht in engen Schleifen ab — nutzen Sie Webhooks für Statusänderungen.
- Webhooks. Registrieren Sie nur Endpunkte, die Sie kontrollieren, über HTTPS. Prüfen Sie den Header
X-Qint-Signature, antworten Sie zügig mit einem 2xx-Status und behandeln Sie Zustellungen als «mindestens einmal» (Deduplizierung überX-Qint-Event-Id). Richten Sie keinen Endpunkt auf einen Drittdienst, damit dieser ungewollten Verkehr erhält. - Kein Scraping oder Automatisieren des Dashboards. Für programmatischen Zugriff gibt es die API. Umgehen oder sondieren Sie weder den Verifizierungsprozess noch Ratenbegrenzungen oder Zugriffskontrollen.
- Sicherheitstests. Sie dürfen die Sicherheit Ihrer eigenen Integration und Ihres Kontos testen. Führen Sie keine Denial-of-Service-Tests durch, versuchen Sie nicht, auf Daten anderer Merchants zuzugreifen, und melden Sie Funde wie auf der Sicherheitsseite beschrieben.
- Plugins. Halten Sie das Qint-Plugin für Ihr Shopsystem aktuell und verändern Sie es nicht so, dass Signaturprüfungen oder die Statusverarbeitung umgangen werden.
5. Mitwirkung bei Compliance-Prüfungen
Nach den AGB dürfen SwizzX und die Execution Partnerin in Verdachtsfällen Transaktionen verzögern oder blockieren und von Ihnen zusätzliche Dokumente oder Erklärungen zu einer Zahlung, einer Kundin oder Ihrem Geschäft verlangen. Solche Anfragen müssen Sie vollständig und zügig beantworten. Weder SwizzX noch die Execution Partnerin gehen eine Geschäftsbeziehung mit Ihren Endkunden ein; zu prüfen, wer Ihre Kundschaft ist, bleibt Ihre Aufgabe.
6. Durchsetzung
Wenn wir annehmen, dass gegen diese Richtlinie verstossen wird, können wir je nach Schwere:
- Sie um eine Erklärung bitten oder auffordern, die Tätigkeit einzustellen;
- einzelne Zahlungen zur Prüfung zurückstellen oder Auszahlungen zurückhalten;
- das Erstellen neuer Zahlungen aussetzen;
- das Konto sperren oder schliessen. Die AGB verpflichten uns, ein Konto zu sperren oder zu löschen, wenn die Execution Partnerin einen Compliance-Verstoss meldet; ein gesperrter Merchant darf kein weiteres Konto eröffnen.
Wir und die Execution Partnerin erstatten Meldung an Behörden, wo das Gesetz es verlangt, und kooperieren bei rechtmässigen Behördenanfragen. Gelder, die wegen einer rechtlichen Sperre nicht ausbezahlt werden können, werden gemäss AGB und anwendbarem Recht behandelt.
7. Missbrauch melden
Wenn Sie glauben, dass ein Qint-Checkout, ein Zahlungslink oder ein Merchant für etwas oben Beschriebenes verwendet wird — etwa ein Fake-Shop oder ein Betrug über unseren Checkout —, schreiben Sie bitte an info@qint.ch. Nennen Sie die URL des Checkouts oder Zahlungslinks, was Sie beobachtet haben und, falls vorhanden, die Zahlungsreferenz. Wir prüfen jede Meldung und teilen Ihnen mit, wenn wir gehandelt haben, soweit die Vertraulichkeit es erlaubt.
Sicherheitslücken melden Sie an dieselbe Adresse; was die Meldung enthalten soll, steht auf der Sicherheitsseite.
8. Änderungen
Wir aktualisieren diese Richtlinie, wenn sich das Recht, die Regeln der Execution Partnerin oder der Dienst ändern. Das Datum oben zeigt die aktuelle Fassung. Wer Qint nach einer Änderung weiter nutzt, akzeptiert die aktualisierte Richtlinie.